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selber machen

Sunday, 28. november 2010 7 28 /11 /Nov. /2010 21:41

Unfassbar.

 

Tragisch.

 

Er ist doch noch so jung. Pardon. War. Wie unsensibel. Wir werden ihn doch nie wieder sehen.

 

Nie wieder hören.

 

Kein Anruf wird uns mehr den Schlaf rauben, weil er schon wieder betrunken ist und nicht nach Hause kommt. Nie mehr wird es nötig sein, in seiner dreckigen Wäsche zu kramen, um die fehlende Socke zu finden. Keine laute Musik wird uns mehr stören.

 

Ach, und dabei kam alles so plötzlich. Plötzlich, ohne das wir uns darauf vorbereiten konnten. Aus heiterem Himmel.

 

Ein Schlag in die Magengrube.

 

Es wird nie wieder so sein wie früher.

 

 

 

Und das alles wegen IHR.

 

Und diesem Ring!

 

von Nannu
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Tuesday, 2. march 2010 2 02 /03 /März /2010 15:06


Montag

Übliche Begrüßung.

Ich: >Ich wollte mich anmelden.<

Sie: >Für?<

Ich: >BOS Vorklasse. Allerdings habe ich die Anmeldung für das kommende Jahr teilweise schon letztes Jahr gemacht...<

Ratloser Blick.

Ich: >Also, ähh.. ist Ihre Kollegin vielleicht da? Mit der habe ich das letztes Jahr abgesprochen.<

Sie: >Nein, die ist heute leider krank. Also, Sie haben sich bereits angemeldet?<

Ich: >Ja, aber nur teilweise. Den Rest sollte ich dieses Jahr noch nachbringen.<

Sie: >Ich verstehe nicht. Waren Sie dann letztes Jahr schon da?<

Ich: >Ja, zur Anmeldung.<

Sie: >Als Schülerin?<

Ich: >Also - eigentlich wollte ich mich schon als Schülerin anmelden.<

Sie: >Also waren Sie schon letztes Jahr Schülerin an unserer Schule?<

Ich: >Nein, ich war letztes Jahr. Genau um diese Zeit. Zur Anmeldung an der Schule. Um mich für dieses Jahr anzumelden.<

Sie: >Ja, aber wenn Sie sich letztes Jahr angemeldet haben und nicht erschienen sind, ist der Platz weg! Da müssen Sie sich dieses Jahr wieder von Neuem anmelden.<

Ich: >Nein, ich habe mich aber nicht für letztes Jahr angemeldet. Ich habe mich letztes Jahr für das jetzt kommende Schuljahr angemeldet.<

Sie: >Hm. Aber das versteh ich nicht. Und Sie waren keine Schülerin. Oder haben Sie unsere Schule schon einmal besucht.<

Ich: >Nein, also, ich habe mich März 2009 für das Schuljahr 2010 angemeldet. Zumindest teilweise. Weil ich eigentlich vorhatte, ein Jahr im Ausland zu verbringen. Und damit ich nicht alles von drüben aus erledigen muss, habe ich einen Teil der Anmeldung bereits im März 2009 gemacht. Und zwar für den September 2010.<

Sie: >Hm. Also ich weiß jetzt auch nicht genau, wie das geht und wo das liegt. Aber ich schau mal bei meiner Kollegin nach.<

Sie: >Ich sehe hier nichts – wie war gleich Ihr Name?<

Ich: >Ähm... ich habe die meisten Unterlagen dabei, ich kann mich gern noch mal anmelden, das ist kein Problem.<

Sie: >Nein, nein. Wenn Sie schon angemeldet sind, sind die Unterlagen ja da. Wissen Sie was? Morgen kommt meine Kollegin wieder. Kommen Sie doch dann noch mal.<

Ich - Abgang

 

Dienstag

Übliche Begrüßung.

Ich: >Ich war gestern schon da und habe auch heute Morgen nochmal angerufen. Wegen der Anmeldung...<

Sie: >Ja, meine Kollegin ist heute da. Moment, da kommt sie schon.<

Kollegin - Auftritt

Ich: >Danke. Also. Ich habe mich letztes Jahr schon angemeldet, weil ich dieses Jahr eigentlich im Ausland verbringen und dann ab 2010 in die Vorklasse gehen wollte. Und darum habe ich einen Teil der Anmeldung im März 2009 gemacht, um nur noch den kleineren Teil schicken zu müssen.<

Kollegin: >Hm. Okay.<

Sie: >Ja, siehst du! Teilweise! Ich weiß auch nicht! Und du warst letztes Jahr nicht Schülerin bei uns an der Schule?!<

...

von Nannu
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Thursday, 25. february 2010 4 25 /02 /Feb. /2010 23:37

Geh nicht.

Bitte.

Ich tue dir weh. Ich weiß. Aber bitte halte es aus. Für mich.

Denn ich tue mir selbst weh.

In meinem Zorn und meiner Wut, sehe ich nur noch rot. Es brennt. Innerlich.

Und ich bin ganz allein. Da drin. Ich verletze. Weil ich brenne.

Sag nichts. Halt mich nur.

Damit ich aufhöre, allein zu sein und zu brennen.

Bleib.

Bitte.

von Nannu
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Tuesday, 23. february 2010 2 23 /02 /Feb. /2010 18:56

Alles dreht sich im Kreis. Unaufhörlich. Wiederkehrend. Bekannt. Immerfort.

Endlos.

Es will nicht halten. Ich sehe, wie alles vorüberzieht. Gesichter und deren Ausdrücke. Farben und Formen. Die Welt. Und nach einer Runde beginnt die nächste. Und wieder. Von vorn.

Ein großer Mann mit Hut. Eine kleine dicke Frau mit perlmuttfarbenen Stöckelschuhen. An der rosa Leine ihr Dackel. Drei Kinder mit offenen Mündern und zuckerwatteverklebten Haaren. Das Mädchen steht ganz links. Ein frisch verliebtes Pärchen. Einige Koffer - die Ecken abgewetzt. Daneben ihr Besitzer, ein Mann in den besten Jahren. Brillenträger. Neben ihm ist Platz frei. Dann, eine Dame in Pelz, Kunstpelz, dunkelbraun. Ihre Lippen knallrot. Sie lacht. An ihrer Hand ein Mädchen mit glatten Haaren und Kleid.

Und in der Mitte ich.

Und wieder:

Ein großer Mann mit Hut.

Eine kleine dicke Frau mit perlmuttfarbenen Stöckelschuhen.
An der rosa Leine ihr Dackel.

Drei Kinder mit offenen Mündern und zuckerwatteverklebten Haaren.
Das Mädchen steht ganz links.

Ein frisch verliebtes Pärchen.

Einige Koffer - die Ecken abgewetzt.

Daneben ihr Besitzer, ein Mann in den besten Jahren. Brillenträger.

Neben ihm ist Platz frei.

Dann, eine Dame in Pelz, Kunstpelz, dunkelbraun. Ihre Lippen knallrot. Sie lacht.
An ihrer Hand ein Mädchen mit glatten Haaren und Kleid.

Und in der Mitte ich.


Ein großer Mann mit Hut.
Eine kleine dicke Frau mit perlmuttfarbenen Stöckelschuhen.
An der rosa Leine ihr Dackel.
Drei Kinder mit offenen Mündern und zuckerwatteverklebten Haaren.
Das Mädchen steht ganz links.
Ein frisch verliebtes Pärchen.
Einige Koffer - die Ecken abgewetzt.
Daneben ihr Besitzer, ein Mann in den besten Jahren. Brillenträger.
Neben ihm ist Platz frei.
Dann, eine Dame in Pelz, Kunstpelz, dunkelbraun. Ihre Lippen knallrot. Sie lacht.
An ihrer Hand ein Mädchen mit glatten Haaren und Kleid.
Und in der Mitte ich.

Mein Herz rast. Die Gesichter  drehen sich schneller und schneller. Alle Geräsuche vermischen sich. Das Rufen der Kinder. Das Lachen der Frau. Bis es nur noch rauscht. Mein Blut pocht. Hart. Laut. Unregelmäßig. Die Welt verliert ihre Farbe.


Wann hört das auf?

Ich öffne die Augen.


von Nannu
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Sunday, 21. february 2010 7 21 /02 /Feb. /2010 23:08

Nach Lektüre eines guten Buches und schlechter Nachrichten (siehe Focus 7/10; Titelthema) habe ich mich mal wieder verleiten lassen, YouTube zu durchstöbern.

Wie immer, mit einschlägigem Erfolg:


Die Frage ist nicht, ob die Maschinen inzwischen so intelligent wie wir sind.

Vielmehr könnte man vermuten: Wir sind mittlerweile so verdummt, dass wir unser eigene Schöpfung nicht mehr verstehen.

Vielleicht ist sie ja schlauer.

Immerhin wendet sie keine Gewalt an, um uns zu überlisten.
von Nannu
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