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selber machen

Wednesday, 6. january 2010 3 06 /01 /Jan. /2010 00:46

mehr malen, aber nicht: Meer malen
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Gerüche und Eindrücke mehr wahrnehmen, aber nicht: anfangen zu riechen
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bewusster genießen, aber nicht: genießen bis zur Bewusstlosigkeit
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sich mehr gute Filme gönnen, aber nicht: brennen und weiter verkaufen
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die Sache endlich in die Hand nehmen, aber nicht: in die eigene
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netter zu alten Herrschaften sein, aber nicht: Alte herrschen lassen
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sich endlich mehr mit moderner Technik auseinandersetzen, aber nicht: mehr Technik um modern zu sein
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sich nur noch mit dem Partner auf Pornoseiten herumtreiben, aber nicht: den Partner dort heraus suchen
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mehr Bewegung ins Leben bringen, aber nicht: schlingern und schleudern
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weiterbilden, aber nicht: einbilden
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sich gewählter ausdrücken, aber nicht: Ausdrücke wählen
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sich eine politische Meinung bilden, aber nicht: meinungslose Politik vertreiben
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mehr zu Fuß unterwegs sein, aber nicht: unterwegs aus den Latschen kippen
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sich eine seriöse Seite für MP3-Dateien suchen, aber nicht: wahllos runterladen
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freundlicher und geduldiger mit Kindern sein, aber nicht: Süßigkeiten zustecken
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Ratsuchenden ehrlich helfen, aber nicht: unehrenhaft verraten
-
mehr an die Familie denken, aber nicht: nur


Viele gute Vorsätze, wünsche:

auch ich.
von Nannu
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Thursday, 31. december 2009 4 31 /12 /Dez. /2009 03:00

 

Gleißendes luftiges Licht.

Und da saß sie.

Der Raum war völlig leer. Bis auf einen hellen blanken Steingräber Salonflügel, dessen Deckel geschlossen war. Die schrägstehende Wintersonne schien durch die Fensterfront und tauchte den Raum in blendendes Licht.

Das bemerkte ich als erstes.

Dann sie. Wie sie auf dem Flügel thronte, die bestrumpften Beine anmutig gekreuzt. Ihr schwarzpolierter Lackschuh wippte in einem unhörbaren Takt. Unhörbar deshalb, weil ihre Beine zu kurz waren um auch nur ansatzweise die schwarz weißen Elfenbeintasten zu berühren – geschweige denn anzuschlagen.

Sie war überhaupt eine kurze Person. Obschon sie kindliche Züge hatte, war sie sogar für ein Kind zu klein. Ihr Benehmen dagegen war tadellos. Säuberlich und ohne eine Falte war das Kleid um sie herum gebreitet. Die Schleife in ihrem Haar war weder schief noch ungleichmäßig. Ihr Haar selbst umrahmte ihr Gesicht in adrett gebürsteten ordentlichen Locken.

Sie war die Königin des Flügels.

„Aber hallo! Wer bist denn du?“ Ich dachte, hier könnte mein erwiesener Draht zu Kindern förderlich sein – falsch gedacht. Sie kicherte leise, sah mich aus den Augenwinkeln kurz und prüfend an, hob ihr Kinn und orakelte: „Die Frage ist, wer bin ich nicht?“

„Oh, verzeiht. Dann sagt mir doch, sitzt ihr schon lange hier?“ – „Was ist schon lange? Willst du etwa Zeit vermessen?“, fragte sie mit strafenden Unterton in ihrer glockenhellen Stimme, als hätte sie nie von Uhren, Kalendarien und so weiter gehört.

„Nun äh, nicht das ich es mir erlauben würde...“, druckste ich herum, „aber das sollen ja tatsächlich schon mal welche getan haben.. . Ich meine, ich hörte gerade, dass sie erzählten, es solle schon wieder ein Jahr herum sein... oder ...so äh- .. ähnlich.“

Fast schon mitleidig war nun ihr Blick. Sie schüttelte den Kopf: „Dumm, dumm und dumm seid ihr doch.“

„Ein Jahr sagst du? Dumm“, lautete ihr vernichtendes Urteil.

„Wie kann man so etwas ihn so ein kurzes Wort packen? Etwas so gewaltiges, lebendiges, bedeutungsvolles, unvorstellbares und klitzekleines einfach in vier traurige Buchstaben gepresst. Und nun macht man daraus die Essenz des Wirkens, die Messlatte aller Dinge und Erwartungen und die Zeitspanne der Verantwortlichkeit. Unbegreiflich.“

Sie schwieg eine ganze Weile und starrte abwesend vor sich hin. Mit einem Mal sah sie mich direkt an: „Verstehst du das!?“

Ich zuckte wie ertappt zusammen. „Äh, ich weiß nicht so genau. Habe mir wohl nie so direkt darüber Gedanken gemacht.“ Eine kleinlaute Zugabe.

„Aber woran ich oft gedacht habe“, versuchte ich die Situation noch irgendwie zu retten, „ist das kommende Jahr - und die Jahre darauf.

Wie das wohl wird? Was mich erwartet? Wie wird es weitergehen? Erfüllen sich alle meine Wünsche? Erreiche ich meine Ziele? Finde ich wonach ich suche? Werde ich glücklich mit dem was ich schon habe? Brauche ich noch mehr von dem ich jetzt noch nicht weiß was es ist?

Fragen über Fragen - und: Wo ist die Antwort?“

Da sah ich das erste Mal ein Lächeln in ihrem Gesicht. Ganz verhalten und ein bisschen geheimnisvoll.

„Willst du eine Antwort?“

Nun.

Sie wertete meinen ungläubig-gierigen Blick wohl als Zustimmung. Sprang von dem Deckel des Flügels und begann auf den polierten Tasten einen seltsamen Tanz. Graziös und leichtfüßig hüpfte sie von einer Taste zur Nächsten und entlockte dem Instrument so eine leise gefühlvolle Melodie.

Auf und ab.

Mal schneller.

Dann wieder langsamer.

Meine Lider senkten sich.

Die Musik trug mich davon. Malte mir Bilder in vielen Farben. Ich vergaß. Und erinnerte mich. Stellte Fragen. Und hatte die Antworten bereits. Füllte mich aus. Und erweckte in mir den Wunsch nach mehr. Und gab mir die Gewissheit, dass nicht mehr ging.

Zufriedenheit. Ruhe. Aufruhr. Lust. Glück

 

Wie ich dort ging und ob ich mich verabschiedet habe, weiß ich nicht mehr.

Als ich die Augen öffnete war da kein heller Raum. Kein Flügel. Keine Musik. Und sie auch nicht.

 

Aber ich erinnere mich gern daran zurück.

An die Königin des Flügels.

 

Scannen0004-copy-1.jpg

von Nannu
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Wednesday, 30. december 2009 3 30 /12 /Dez. /2009 00:41

Ein bewegtes Jahr. Für mich jedenfalls. Für dich? Keine Ahnung.

Aber für die Wirtschaft auch.
Und für das Bildungswesen.
Fürs Klima.
Für die Politik. (Wobei das Eine scheinbar im engen Zusammenhang mit dem Anderem zu sehen ist ....)
Für die Unterhaltungsbranche.
... und vieles mehr.

Bewegt?

Zumindest einerseits.

Andererseits...

..ist alles wie gehabt.

Es geht den Bach runter und Alle verkünden dabei hocherhobenen Hauptes Aufschwung. Es bewegt sich nichts doch Jeder verkündet mit schriller Stimme "Change". Es entscheiden sich wichtige Dinge über unseren Köpfen hinweg und wir sehen weg und summen das Lied der Demokratie mit das uns einschläfert.

Na, wenn das nicht super Aussichten sind.

So denn.

Auf ein Neues:

Prosit 2010!
von Nannu
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Monday, 28. december 2009 1 28 /12 /Dez. /2009 03:48

Es sammelt sich einiges an. Und die Zeit vergeht. Schneller als man denkt. Hot Storys sind bald nur noch alte Nachrichten. Und nach zwei Wochen täglichen Zeitungskonsums (oder Online-Nachrichten-Portale oder CNN und etc...) hat man das Gefühl, es schockt einen gar nichts mehr. Wir leben in einer Zeit der Wunder - aber wundern darf man sich nicht: Morgen ist das sowieso von Gestern.

SANY8066
Lage checken - cool bleiben.
Sogar in das neue Jahrzehnt blicken wir gelangweilt über den Rand unserer 650 Euro-Sonnenbrille und zucken mit leicht angehobenen Mundwinkeln die Schulter. Wird schon. Läuft.

Und diese Haltung behalten wir auch bei. Auch wenn sich alles schneller dreht. Jeder schneller ein Ziel sucht. Und dieses dann immer schneller erreichen will. Und dabei ein cooles Lächeln drauf. 

Schnell ist der Code. Und der Countdown läuft. Die Zukunft ruft.

 

Be fast! Fast sein?

 

MP3

Musikdatei

Out ist: Kompott

In ist: IPod

Kassetten und ein Walkmen (Plastik)?

Nein danke, wäre auch zu lustig

Was – verdammt – ist Tamagotchie?

Facebook bietet PetSociaty

Heute wird nicht mehr kopiert

Download oder Stream! Kapiert?

Schnell bewerben (geht auch online)

*lol* die Technik kann so schön sein

Filofax, Blackberry

Fass dich lieber kurz Marie!

Fast Food, Öko, Coffee to go

Alles bitte – nur nicht slow!

Business, Teamwork und flexibel

Und im Wortschatz kein „penibel“

Multitaskin

Selbstverwirklichung

Wer wohin?

Zum großen Sprung

Boni, Soli und so weiter

Trotzdem immer wieder heiter

Schwarz/Gelb – nicht nur das Insekt!

Schwarze Frau Hoffnung geweckt

Krieg und Frieden? Was? Ein Buch?

Nee...auch jahrelanger Fluch

Supernanny und Hartz IV

Trifft sich gut, so finden wir

Er hat jetzt auch noch ADS

Schluckt Retalin, das´ alles

Sozial Network, Community

Offline sind wir niemals nie

Ja, auch Twittern ist Begriff

Doch das macht wohl eher Cliff

Laptop, Notebook, was ist was

Hier ein Tipp: Google das

Strg und Enter

Noch nie so schnell in andre Länder

LED und LCD

LSD ist lang passé

Wer ist heut noch im Verein?

Bei mir steht `ne Wii daheim

Gemächt, das Freudenhaus, die Dirne

xxx kommt da besser in die Birne



Und jetzt?

Anpassen?

Oder passen?


Na das passt ja: Guten Rutsch - aber bitte etwas plötzlich!


von Nannu
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Sunday, 27. december 2009 7 27 /12 /Dez. /2009 23:50
SANY8324-copy-1.JPG

Die Festlichkeiten sind vorbei. Konzentriert euch jetzt auf gute Vorsätze für 2010. Und schießt sie in 3 Tagen nicht alle in den Wind.

Strichliste:

-Mehr auf das Wesentliche fokussieren

-Familie mehr Zeit schenken

-Nicht mehr ungefragt Fremde in der Öffentlichkeit fotografieren

-Partner Zuneigung durch Taten zeigen

-Sich endlich für die Umwelt mitverantwortlich fühlen und sich dementsprechend verhalten

-Über eine Busmonatskarte nachdenken

-Mehr Taktgefühl beim Zusammenscheißen fremder Menschen, die einem auf den Fuß gestiegen sind

-Überdenken eigender Sichtweisen in einer Debatte oder einem Streit

-Mehr Badewannenzusatz kaufen, um öfter ausspannen zu können

-Gute Vorsätze im nächsten Jahr sofort umsetzten und nicht auf das Jahresende zu verschieben....

denn: da vergisst man sicher einige...
von Nannu
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