Tuesday, 9. february 2010
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22:21
Das Mädchen überlegte.
Schnell nach Hause? Oder noch nicht?
Noch nicht.
Der rose Rucksack des Mädchens machte sich bemerkbar. Er war schwer. Außerdem bließ der kalte Winterwind um die Ohren. Man musste aufpassen, dass man auf dem glatten Eis nicht ausrutschte. Das
Mädchen ließ sich Zeit. Noch mal kucken.
Langsam kam es näher, um, unbemerkt von den Großen, zu kucken. Auf den Bildern waren Kinder zu sehen. Und Menschen. Es ging ihnen nicht sehr gut. Sie kamen nicht von hier. Sie hatten Hunger. Und
kein Zu Hause.
Die vier Menschen mit den gelben Jacken lachten und riefen. Hielten immer wieder Menschen an um ihnen was zu sagen. Oder wollten es zumindest. Die meisten sagten nur ihr schon wieder oder keine
Zeit. Oder, dass sie zum Zahnarzt müssten. Manche, wenige, blieben stehen um zu hören, wie es den Menschen auf den Bildern überhaupt ging.
Da, einer hielt an! Das Mädchen pirschte sich an, hörte zu.
Manche Kinder mussten als Soldaten kämpfen. Viele Kinder hatten Hunger. Und kein Heim. Das war so unfair!
Das Mädchen bekam Mitleid.
Die gelben Leute hier, suchten Menschen, die etwas gegen die Ungerechtigkeit unternehmen wollten. Kleiner Beitrag. Hilfe. Stimme.
Die kleine Hand schloss sich um das kühle Stück Metall.
Sollte sie? Oder sollte sie nicht. Sie hatte ein bisschen Angst. Und Sorge. Was wenn die sie auslachten? Was wenn das nicht genug war? Und eigentlich hatte sie es selber die ganze Zeit für etwas
Besonderes aufgehoben.
Aber diese Sache war doch wichtig. Sie wollte auch was tun.
Ihre Faust hielt es fest. Sie fühlte, dass es inzwischen warm war.
Sie gab sich einen Ruck.
Ging zu einer Gelben Jacke. Und als die sich umdrehte, machte das Mädchen leise und fragend: "Hm?"
Und sie öffnete die Faust, um auch etwas beizutragen.
Ihr Alles.
10 Cent.
dazu gepfiffen